Eis- / Mixedklettern
Eis- und Mixedklettern ist zurzeit der Trend beim Klettersport. Das Klettern an gefrorenen Wasserfällen und an den umgebenden Felswänden nähert sich immer mehr dem Sportklettern im Fels an. Die Entwicklung hin zu immer schwierigeren Routen geht extrem schnell. Neben den eher klassischen, längeren Eisfällen wird immer mehr in Klettergärten mit Einseillängentouren geklettert. Die Felspassagen sind meist vollständig mit Bohrhaken ausgerüstet.
Abenteuergelände erhalten
Die Nutzungskonflikte sind die gleichen wie beim Felsklettern: Innerhalb der Kletterszene stehen die "harten" Erschliesser, die Mixed-Klettergärten flächendeckend einbohren, denjenigen gegenüber, die ein Auseindersetzen mit der Bergnatur in ihrem ursprünglichen Zustand höher bewerten als die maximale Kletterschwierigkeit. Eine Frage der Kletterethik – keepwild! mahnt, bei allen Erschliessungen mit Bedacht vorzugehen, um interessanten Freiraum für diejenigen zu bewahren, welche die Berge in unverbohrtem Zustand besteigen wollen, heute oder in ein paar Jahrzehnten. Die Qualität einer Tour lässt sich schliesslich nicht einfach an ihren Begehungszahlen messen.
Freiwillige Selbstkontrolle
Konflikte mit anderen Nutzergruppen wie Förstern und Wildhütern, Anwohnern und Grundeigentümern etc. sind vorprogrammiert, wenn die Kletterer nicht auf ein verträgliches Verhalten achten: geregelte Zufahrt und Parkieren, Beachten von Wild- und Waldschutzgebieten etc. Wie bei Schneeschuhtouren sind Störungen von Schneehühnern, Gämsen etc. beim Zu- und Abstieg zu vermeiden. keepwild! setzt sich – im Eigeninteresse der Kletterer – für eine Information und Sensibilisierung der Aktiven ein, um Konflikten, Sperrungen, Verboten etc. vorzubeugen, wie sie seit Jahren in vielen Felsklettergebieten an der Tagesordnung sind.

