Polkappen und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Dürreperioden verlängern sich und Flüsse trocknen aus. Der Klimawandel kommt heftiger und schneller als die Wissenschaft prognostizierte. Die Welt steht vor der wohl grössten ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderung.
Besonders betroffen von der globalen Erwärmung ist auch das Alpenland Schweiz. Steigt die Temperatur im weltweiten Durchschnitt um 2° Celsius, so sind es im Alpenraum 4° – das Doppelte! Die Auswirkungen sind bereits mehr als augenfällig: Gemäss der neusten Studie der ETH Zürich haben die Gletscher in nur 10 Jahren 12% ihres Volumens eingebüsst. Seit den 1970-er Jahren ist es mehr als ein Drittel, bis ins Jahr 2050 werden 75% prognostiziert. Weitere Folgen der höheren Temperaturen sind Hochwasser und eine Zunahme der Erdrutsche.
Wir machen das Klima
Wollen wir ihn stoppen, so heisst dies: bis 2050 muss unser gesamter Energieverbrauch um zwei Drittel sinken, die Treibhausgasemission sogar um 90%. Ein ehrgeiziges, doch realisierbares Ziel und sogar der Verzicht auf nukleare Energie ist dabei möglich, wie eine Studie von WWF, Greenpeace, VCS und der Stiftung Energie Schweiz (SES) zeigt. Dank einer substanzielle Reduktion des Energieverbrauchs in den Bereichen Siedlung und Verkehr sowie mit einer gezielten Förderung der erneuerbaren Energiequellen Wind- und Wasserkraft, Sonne, Biomasse, Geothermie lässt sich dies erreichen.

